Bei Kalziummagel wird´s ernst!

Blogartikel Kuh
2023

MILCHFIEBER - Hypokalmzämie, allgemein als Milchfieber bezeichnet, ist die häufigste Stoffwechselerkrankung, die auftritt, wenn der Kalziumspiegel einer Kuh unter ein Niveau von 1,6 mmol/Liter Blut fällt. Wird dieser Zustand nicht richtig erkannt und behandelt, kann eine gesund erscheinende Kuh innerhalb weniger Stunden festliegen.

5 bis 10% der Kühe leiden an klinischem und ca. 30% an subklinischem Milchfieber. Klinisches und subklinisches Milchfieber erhöhen im weiteren Verlauf zudem das Risiko für Wehenschwäche, Ketose, Nachgeburtsverhalten und Mastitis. Untersuchungen zeigen, dass Kühe, die an Milchfieber erkranken, zu ca. 50% in der Folgelaktation geschlachtet werden. Darum ist es wichtig, die Anzeichen und die
Handlungsmöglichkeiten bei Milchfieber zu kennen, um im Ernstfall das Leben einer Kuh zu retten.

19.09.2023

Was passiert bei Milchfieber?

Kühe können in der Laktation plötzliche Schwankungen im Blutkalzium-Spiegel sehr gut ausgleichen, dies erfolgt durch die Nieren. Bei Milchfieber ist die Regulation über die Niere nicht ausreichend, da die Kuh bei der Kalbung kurzfristig die fünffache Kalziummenge benötigt. Andere Regulierungsmöglichkeiten über den Darm und über die Knochen werden durchgeführt, sind aber nur zeitverzögert wirksam. Die Kuh benötigt mindestens zwei Tage, um auf den Kalziummangel im Geburtszeitraum mit ihren Stoffwechselmechanismen zu reagieren.

Richtig vorbeugen

Einer Milchfiebererkrankung kann über die Fütterungcvorgebeugt werden. Insbesondere in der Trockenstehphase sollten die Mineralstoffversorgung überprüft und Endzündungsprozesse vermieden werden. Hierbei spielen verschiedene Zusatzstoffe und die Futterqualität eine sehr wichtige Rolle.

Die Hauptursache für Milchfieber ist die verzögerte hormonelle Regulation, um den hohen Kalziumbedarf für die Milchbildung aus dem Futter zu decken. Durch vorbereitende und direkt unterstützende Fütterungsmaßnahmen kann den Tieren einerseits die Anpassung erleichtert und andererseits die Regulationslücke von 2 bis 3 Tagen geschlossen werden. Optimal kombiniert und an die Betriebsituation angepasst schafft man ein flexibles und bedarfsgerechtes Fütterungskonzept für Kuh und Kalb.

In der Praxis hat sich die Reduktion des Kalziumgehaltes im Futter als die effektivste Form der Milchfieberprophylaxe herausgestellt.

Kalziumaufnahme nicht manipulieren, nur unterstützen

Generell sollten alle Präventionsmaßnahmen auf eine Stimulierung der besseren Kalziumaufnahme im Darm hinsteuern, um den eigenen Kalziumstoffwechsel anzuschieben. Um dieses Ziel zu erreichen hat sich eine Kombination aus präventiver Verknappung des Kalzium in der Trockensteherzeit und einer hochverfügbaren Gabe nach der Geburt bewährt.

Für die Vorbereiterfütterung macht man sich hierbei einen einfachen Mechanismus zu Nutze: Hohe Mengen an hochverfügbarem Magnesium im Pansen stimulieren die Kalziumaufnahme im Darm.

Für die direkte Geburtshilfe hat sich gezeigt, dass eine Unterstützung der Kalziumaufnahme durch eine Geburtstränke die Aufnahme ins Blut über 36 Stunden hinweg aktiv erhöht. Durch eine Kombination aus Präbiotika, hochlöslichem Kalziumträger, Energie und Wasser kann eine orale Gabe den Kalziumspiegel nachhaltig erhöhen ohne eine Gegenreaktion auszulösen.

Aber Vorsicht

Wird der Kalziumspiegel mittels einer Infusion oder eines Bolus unterstützt, so kommt es zu einer Gegenreaktion des Stoffwechsels. Durch plötzlich freiwerdendes Kalzium reguliert der Körper den Kalziumstoffwechsel nach unten und stoppt die Mobilisation aus den Knochen. Da Infusionen aber eine schnelle Möglichkeit bieten, den Kalziumgehalt im Blut direkt zu erhöhen, kann sie bei festliegenden Kühen angewendet werden, bei denen sofortige Hilfe nötig ist und schnell und gezielt gehandelt werden muss.

Milki Kuhtrank - Der Energiekick nach der Geburt

Neben einem schnellen Ausgleich der geburtsbedingten Verluste von Energie, Wasser, Elektrolyten, Vitaminen und Spurenelementen, unterstützt Milki Kuhtrank durch seine hohe Kalziumzufuhr intensiv die Milchfieberprophylaxe. Zugleich wirkt es durch den AktiVITA-Komplex darmstimulierend und beugt Labmagenverlagerungen vor.

MILKI KUHTRANK

Milki Kuhtrank gibt über 36 Stunden gleichmäßig Kalzium ab. Der Kalziumhaushalt wird so nachhaltig unterstützt und nicht manipuliert. Eine Studie zeigt die Wirkung von Milki Kuhtrank sehr anschaulich. Der Kalziumgehalt im Blut steigt an und wird gleichbleibend aufrechtgehalten. Spätestens vier Tage nach dem Kalben ist der Kalziumgehalt wieder auf einem normalen Level.

SO EINFACH GEHT’S
Es sollten 20 bis 30 Liter Milki Kuhtrank (50 g/l) unmittelbar nach der Geburt verabreicht werden. In Einzelfällen kann Milki Kuhtrank auch gedrencht werden. Dies reicht aus, um die Kuh nachhaltig vor Milchfieber zu schützen.

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